Ab dem 13. Juli 2026 ändert Microsoft die Prüfung der Office-Lizenzen auf Mac-Geräten. Auf vielen älteren Systemen läuft Office dann nur noch eingeschränkt. Dokumente lassen sich zwar weiter öffnen und drucken, aber nicht mehr bearbeiten, speichern oder neu anlegen.
Was sich ab Juli 2026 ändert
Auslöser ist ein ablaufendes digitales Zertifikat. Microsoft setzt es für die Lizenzprüfung von Microsoft-365-Apps auf macOS und iOS ein. Läuft das Zertifikat aus, schalten ältere Versionen automatisch in einen Modus mit stark begrenztem Funktionsumfang.
Für Anwender heißt das: Office startet weiter, doch die tägliche Arbeit endet dort fast sofort. Wer Formulare ausfüllen, Tabellen anpassen oder neue Dokumente schreiben will, steht vor einer Sperre. Das betrifft vor allem ältere Installationen auf Macs, die keine aktuellen Updates mehr erhalten.
Office 2021 bleibt unter Bedingungen nutzbar
Bei Office 2021 für Mac sieht die Lage besser aus. Diese Version erhält noch Support und bekommt weiterhin Aktualisierungen. Wer Office 2021 rechtzeitig auf dem aktuellen Stand hält, bekommt das neue Zertifikat mit einem Update und kann die Software weiter im vollen Umfang einsetzen.
Für diese Nutzergruppe gilt aber ein enger Zeitrahmen. Office 2021 für Mac erreicht am 13. Oktober 2026 das Ende des Supports. Danach steigt das Risiko, dass Probleme mit neuen macOS-Versionen oder Sicherheitsfragen schneller auftreten.
Office 2019 wird zum reinen Lesewerkzeug
Anders sieht es bei Office 2019 für Mac aus. Diese Version hat Microsoft bereits im Oktober 2023 aus dem Support genommen. Für diese Generation stellt das Unternehmen kein neues Zertifikat mehr bereit.
Nach dem Stichtag bleibt die Software zwar startbar, doch der Umfang schrumpft deutlich. Nutzer können vorhandene Dateien noch lesen und drucken. Speichern, bearbeiten und neu erstellen fallen weg. Wer auf Office 2019 setzt, verliert damit einen großen Teil der Arbeitsfunktion.
Warum Microsoft den Schritt begründet
Microsoft spricht von keinem Sicherheitsvorfall. Das Zertifikat dient nach Angaben des Unternehmens allein der Lizenzprüfung. Kundendaten sind davon nicht betroffen.
Für unterstützte Versionen reicht ein Update aus, damit alles weiterläuft. Der Streitpunkt liegt bei den älteren Kaufversionen. Microsoft hatte Office 2019 und Office 2021 als dauerhafte Lizenzen verkauft. Bei Office 2019 entsteht der Funktionsverlust nicht durch ein neues macOS, sondern durch das Auslaufen des Zertifikats.
Ältere Macs treffen gleich mehrere Hürden
Viele betroffene Macs bekommen keine neuen macOS-Versionen mehr. Genau dort wird das Problem größer. Microsoft unterstützt seine Office-Programme nur auf den drei aktuellen Hauptversionen von macOS. Wer ein älteres Gerät einsetzt, kann die nötigen Office-Versionen oft gar nicht mehr installieren.
Microsoft nennt als Ausweg ein Betriebssystem-Update, neue Hardware oder die Arbeit über den Browser mit Microsoft 365. Für die geforderten Office-Updates braucht es mindestens macOS 12 Monterey auf dem Mac und iOS 17 auf iPhone und iPad.
LibreOffice als Alternative für viele Nutzer
Für viele Anwender bietet sich LibreOffice an. Die freie Office-Suite läuft ab macOS 11 Big Sur, öffnet gängige Microsoft-Office-Formate und arbeitet ohne regelmäßige Online-Lizenzprüfung.
Gerade auf älteren Macs ist das ein klarer Vorteil. Wer nicht sofort auf neue Hardware wechseln will, kann so weiter mit Texten, Tabellen und Präsentationen arbeiten. Für viele Firmen und Selbstständige ist das eine praktikable Zwischenlösung, bis eine neue IT-Planung steht.
Was Unternehmen jetzt prüfen sollten
Für Firmen lohnt sich ein schneller Abgleich der eingesetzten Mac-Geräte. Wichtig ist vor allem, welche Office-Version läuft und welches macOS installiert ist. Wer Office 2019 im Einsatz hat, sollte die Migration früh anstoßen.
Auch kleine Teams mit älteren Arbeitsplätzen sollten den Blick auf den Kalender richten. Der 13. Juli 2026 kommt näher, als es im Alltag wirkt. Wer jetzt Inventar, Lizenzen und Systemstände prüft, vermeidet Ausfälle beim nächsten Projektstart.
Für viele Umgebungen ist das Update auf eine unterstützte Version der sauberste Weg. Wo das nicht mehr möglich ist, bleibt nur der Wechsel auf andere Software oder neue Geräte. Wer rechtzeitig plant, hält die Arbeit am Laufen und spart später Zeit im Support.