Microsoft 365-Daten: Land statt EU-Grenze

Microsoft gibt Admins im 365-Admin-Center für kurze Zeit mehr Wahl beim Speicherort. Die Daten bleiben in der EU. Für Firmen in mehreren Ländern zählt jetzt der Blick in die Einstellungen.

24. September 20262 min. Lesezeit

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Microsoft 365-Daten: Land statt EU-Grenze

Microsoft hat eine neue Option für Microsoft 365 freigeschaltet. IT-Verantwortliche können damit festlegen, ob bestimmte Kundendaten im Land oder innerhalb der EU-Datengrenzen gespeichert werden.

Was die neue Einstellung regelt

Die Funktion trägt den Namen „Store Microsoft 365 customer data in-country“. Sie steht für berechtigte kommerzielle Tenants in Deutschland, Frankreich, Norwegen, Schweden und der Schweiz bereit. Gilt die Einstellung, bleiben Daten in den jeweiligen Landesgrenzen oder werden in regionale Speicher innerhalb der EU-Datengrenzen verschoben.

Betroffen sind Copilot, Copilot Chat, Exchange Online, OneDrive, Teams und SharePoint. Microsoft beschreibt die Änderung als Maßnahme zur besseren Lastverteilung. Für den laufenden Betrieb ändert sich an Privatsphäre, Sicherheit, Compliance und Verschlüsselung nichts.

Was Admins jetzt tun müssen

Die Einstellung ist zunächst deaktiviert. Bis Mitte Dezember haben Admins Zeit, die Vorgabe im Microsoft-365-Admin-Center anzupassen. Der Weg führt über „Settings“, „Org Settings“, „Organization Profile“, „Data Location“ und „Commitments“.

Wer nichts ändert, lässt die Standardvorgabe stehen. Dann kann Microsoft ab Mitte Dezember die Daten innerhalb der EU-Datengrenzen verschieben. Das betrifft nicht die Rechte an den Daten, sondern nur den Speicherort im technischen Betrieb.

Warum die Änderung für Firmen zählt

Für viele Unternehmen ist der Speicherort ein fester Teil der IT-Planung. Wer Standorte, Tochterfirmen oder interne Vorgaben getrennt abbildet, prüft solche Optionen genau. Die neue Einstellung schafft dafür mehr Spielraum im Admin-Alltag.

Aus Sicht vieler Fachleute liegt kein Drittlandtransfer vor, solange die Daten in europäischen Grenzen bleiben. Für Organisationen mit strengen Vorgaben zur Datenverarbeitung ist das ein klarer Punkt bei der Bewertung des Microsoft-365-Setups.

Worauf Sie vor der Änderung achten sollten

Prüfen Sie zuerst, welche Tenants betroffen sind. Danach folgt der Abgleich mit internen Vorgaben, Verträgen und Datenschutzregeln. Vor allem internationale Unternehmen sollten genau festlegen, ob eine Länderbindung gewünscht ist oder ob regionale EU-Speicher genügen.

Wer Microsoft 365 im Alltag betreut, sollte die Einstellung nicht nebenbei laufen lassen. Sie wirkt auf zentrale Dienste und gehört deshalb in die reguläre Systemprüfung. So bleiben Speicherorte, Betriebsabläufe und Vorgaben sauber aufeinander abgestimmt.

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Setzen Sie den Speicherort bewusst und gleichen Sie Ihre Tenant-Einstellungen mit den internen Vorgaben ab.